Der lange Tisch war liebevoll geschmückt und reich gedeckt. So konnte schon vor Gottesdienstbeginn ein schöner Gedankenaustausch bei einer Tasse Kaffee und Osterbrot stattfinden.
Der Gottesdienst wurde von unserem Apostel Uli Falk geleitet. Zu Beginn verlas er das Bibelwort, welches im 1. Korinther 15 in den Versen 20 und 21 nachzulesen ist.
Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.
Die gesamte Bandbreite einer Gemeinde
Gleich zu Beginn des Gottesdienstes verwies Apostel Uli Falk auf die vielfältigen Beiträge, die bis zu diesem Augenblick erlebt wurden. Sei es der Chor, alle Instrumentalisten oder Bruder Johannes Schröder (Priester i.R.), der die Lesung durchführte – all das zeigt auf, wie ein Gottesdienst in Gemeinschaft gestaltet werden kann.
Ostern – das Highlight des christlichen Glaubens
Die Auferstehung Jesu ist ein Ereignis, welches den Kern des christlichen Glaubens ausmacht. Der Apostel erläuterte, dass die Menschen emotional damals recht unterschiedlich mit dem Geschehen umgingen – freudig, ungläubig, zweifelnd oder gar verleugnend. Gleichgültig, welche Gefühle die damaligen Zeugen des Ereignisses durchlebten – sie alle begrüßte der Auferstandene mit den Worten: „Friede sei mit Euch!“.
Heute wird uns ebenfalls in jedem Gottesdienst der Friede Jesu angeboten. Dieses Geschenk gilt allen – dem Freudigen und dem Traurigen; dem Zweifler und dem Verleugner.
Gott hat uns für gemeinschaftliches Miteinander erschaffen
In all unserer Verschiedenheit möchte Gott, dass wir gemeinsam unser Glaubensziel erreichen. Hier kommt die schon vom Apostel erwähnte Bandbreite in einer Gemeinde zum Tragen. Viele unterschiedliche Gaben und Fähigkeiten können dazu beitragen, heute schon ein kleines Gespür für das Himmelreich zu erzeugen.
In seinem Mitdienen schilderte der Bezirksälteste Kai Reddig das Wechselbad der Gefühle, welches die Jünger damals wohl erlebt haben müssen.
Solche unterschiedlichen Emotionen werden auch heute von uns erlebt. Dabei kann eine Gemeinde unterstützen, indem neben tiefem Glauben und Freude auch der Zweifel, Traurigkeit und manchmal auch Wut ihren Platz haben dürfen.
Ordination der ersten Diakonin unserer Gemeinde
Schon nach dem Gottesdienst am Karfreitag hatte uns unser Vorsteher Stefan Link erzählt, dass am Ostersonntag unsere Schwester Marie Streblow zur Diakonin ordiniert werden wird. Die Freude darüber war also groß, als Apostel Uli Falk diese erste Ordination einer Frau in unserer Gemeinde vornahm. Es hat uns bewegt und war wie eine Aufbruchstimmung spürbar – etwas Neues für unsere bunte Gemeinde.
Wir alle haben Gelegenheit, von unserem Glauben abzugeben und dürfen gerne „Profil“ zeigen. Manchmal sind du und ich es, die als Hinweisgeber auf den christlichen Glauben dienen können.
Diese Gedanken gab der Apostel auch unserer Diakonin mit auf den Weg.
Wörtlich sagte Apostel Falk: „Ich wünsche dir, dass es dir gelingt in einer passenden, in einer aktuellen und frischen Sprache die Menschen im Sinne Gottes zu versorgen. Sei mit deiner offenen Art eine Bereicherung im Kreise der Geistlichen deiner Gemeinde und auch mutig, eventuell etwas verknöcherten Ansichten eine neue Blickrichtung zu geben. Möge Gott all deine Gaben, die schon in dir wohnen, mit Leben erfüllen.“
Einladung zum Osterbrunch und Ostereiersuchen
Die wunderschön eingedeckte Tafel und das Buffet vom Osterfrühstück luden dazu ein, auch nach dem Gottesdienst die erlebte Gemeinschaft fortzusetzen und wieder zum Kaffee zusammen zu sitzen. Zum Fest waren viele Gäste aus anderen Gegenden nach Alstertal gereist, mit denen wir uns nun einmal bekannter machen konnten – das war schön. Und auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte, nutzten die Kinder doch die Gelegenheit im Kirchgarten auf Ostereiersuche zu gehen.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die zum Gelingen dieses besonderen Osterfestes in unserer Gemeinde beigetragen haben.
Neuapostolische Kirche