Erntedankgottesdienst in Hamburg-Eppendorf

Fröhliches Stimmengwirr und manch freudiges „Hallo“ ergänzt mit einer herzlichen Umarmung erfüllte am Morgen des Erntedanksonntags die Vorhalle und das Kirchenschiff der Gemeinde Hamburg-Eppendorf.

In diesem Jahr konnte nach langer Zeit wieder ein Bezirksgottesdienst mit allen Geschwistern des Kirchenbezirkes Hamburg-Nord gefeiert werden. Ebenso haben sich viele Geschwister über YouTube diesem Dankgottesdienst zugeschaltet.

Beim Betreten des Kirchensaals fiel der Blick schnell auf den liebevoll und in Herbstfarben geschmückten Altar. Bei näherer Betrachtung konnte man die Zahl „25“ entdecken – und das hatte seinen Grund. Während des Gottesdienstes empfingen unser Bezirksevangelist Wolfgang Peper und seine Frau Stephanie den Segen zu ihrer Silberhochzeit.

Bezirksapostel Rüdiger Krause, der diesen Gottesdienst leitete, verlas das Textwort aus Kolosser 2, Vers 6,7.
„Wie ihr nun angenommen habt, den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit“

Der Gottesdienst wurde musikalisch sehr stimmungsvoll vom Chor und den Instrumentalisten der Gemeinde umrahmt.

Dankbar für das Wiedersehen untereinander
Dem Bezirksapostel war die Freude über das persönliche Wiedersehen mit so vielen Schwestern und Brüder unseres Kirchenbezirkes anzusehen. In seinen ersten Worten erläuterte er, dass es gut ist „Fixpunkte“ in einem Kalenderjahr zu haben, um sich einmal in Ruhe mit dem Thema Dankbarkeit zu beschäftigen und nachzudenken, worüber wir dankbar sein können. Gott hat es verdient, dass wir ihm unsere Dankbarkeit entgegenbringen. Viel zu oft steht die Unzufriedenheit im Zentrum unserer Gedanken.

Apostel Paulus, so erläuterte es der Bezirksapostel, macht in seinem Brief an die Kolosser sehr deutlich das in IHM (Gott) die Fülle all dessen ist, was wir für die Erlösung unserer Seelen benötigen. Wir müssen diese göttlichen Gaben durch und in Christus nicht noch durch unsere eigenen (oder andere) Interpretationen oder Ideen ergänzen. Diese göttlichen Gaben unterliegen keinerlei Schwankungen, Gott bietet sie nach wie vor uns an. Mit Jesus haben wir alles, was wir brauchen für unsere Erlösung benötigen. Das ist die Wahrheit, die uns damit auch gleichzeitig Halt und Orientierung gibt. Ein weiterer Grund Dankbar zu sein. Das Opfer Jesus ist ein Gnadenangebot Gottes, welches wir bewusst angenommen (und nicht erarbeitet) haben. Es ist auch der tragbare Grund unseres Glaubens – Danke Gott, auch dafür.

Paulus fordert die Kolosser auch auf in ihm (Jesus) zu leben. Er ist die Richtschnur, an der wir uns unser Denken und Handeln ausrichten. Jesus immer in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen und wir wollen in ihm verwurzelt sein. Das in Christus verwurzelt sein bedeutet auch zu wachsen und göttliche „Früchte“ tragen. Jesus ist dieser feste und stabile Untergrund. In ihm haben wir Halt. Das alles ist immer wieder Grund für Dankbarkeit: Gottes reichlichen (unverdienten) Gaben und Zuwendungen. Mehr brauchen wir nicht.

„Wer dankbar ist, der teilt!“
Hirte Olav Melbye, Vorsteher der Gemeinde Eppendorf, verwies in seinem Mitdienen auf die Begebenheit, wo fünftausend hungrige Menschen mit wenigen Broten und Fischen gesättigt werden konnten. Er stellte die Frage, wie das möglich war. Der Sohn Gottes, so schilderte es der Vorsteher, blickte auf zu seinem Vater - von dem alles kommt - dankte IHM, und teilte danach Brot und Fisch aus.

Wenn wir mit Achtsamkeit in den Tag gehen, so erklärte es Olav Melbye, dann stellen wir fest, wofür wir dankbar sein könnten. Dazu gehören Dinge wie das beschwerdefreie Aufstehen und der gute Kaffee am Morgen aber auch das Bewusstsein, das mich meine Umgebung so annimmt, wie ich bin. Diese Achtsamkeit gelingt zwar nicht täglich, ist aber eine Fähigkeit, die man ausbauen kann.

„Danke Jesus, für deine Liebe und Geduld mit uns!“
In seinen einleitenden Worten zur Feier des Heiligen Abendmahls machte der Bezirksapostel darauf aufmerksam, dass uns die Buße nicht überfordern soll. Nehmen wir uns bewusst nur einen Teil unserer Unzulänglichkeiten vor, über den wir nachsinnen. Jesus hat Geduld mit dir und mir.

Danke Gott für …
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles auch für die Entschlafenen, empfingen der Bezirksevangelist Wolfgang Peper und seine Frau Stephanie den Segen zu ihrer silbernen Hochzeit.

In einem Schreiben an den Bezirksapostel bekundeten Beide ihre Dankbarkeit für Gottes Führung, einer guten Verbindung zur Familie und erlebtem Segen.

ER hat uns im Blick
In seinem Segensgebet für das Silberpaar gab der Bezirksapostel ihnen die Zusage, das Gott sie nicht aus seinen Augen lässt. Diese Zusage gilt aber auch uns allen, ob groß oder klein – ob jung oder alt. Gott ist für dich und mich da, und dafür gilt ihm Lob, Ehre und Dank.