Mitmach-Kindergottesdienst

Am 27.03.2022 fand um 10:00 Uhr in der Gemeinde HH-Alstertal wieder ein Kindergottesdienst statt. Stefan Link, Vorsteher der Gemeinde HH-Alstertal und Tobias Pannenberg, Evangelist aus Norderstedt, führten durch den Gottesdienst zum Thema „Bitten“. Das Bibelwort aus Lukas 22,45-46 beschrieb, wie Jesus im Garten Gethsemane betet und seine Jünger bittet, nicht einzuschlafen.

„Und er stand auf von dem Gebet und kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend vor Traurigkeit und sprach zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallt!"

„Friede sei mit dir“

Stefan ermunterte alle Großen und Kleinen zu Anfang, dem Sitznachbarn „Friede sei mit dir“ zu sagen.

„Hast du den lieben Gott schon einmal gesehen?“

Gott kann man zwar nicht sehen, weil er zu groß und allgegenwärtig ist, trotzdem können wir aber mit ihm in Kontakt treten, wenn wir beten. Zudem sagte er, dass man bei einem Gebet Gott als erstes „Hallo“ sagt, ihn begrüßt.

„Wer ist unser Superheld?“ war die nächste Frage. Es kamen antworten wie: Bibi und Tina, Spiderman, Black Widdow oder auch Jesus und Gott. Ein Superheld hat immer eine Superpower. Wir haben aber auch eine, nämlich das Beten. Wir können mit Gott in Kontakt treten, und jeder kann beten, betonte Stefan. Aber Gott ist für uns der absolute Superheld. Als nächstes fragte er: „Habt ihr schon einmal selbst gebetet?“ Die absolute Mehrheit antwortete darauf mit einem „Ja“. Beten ist manchmal gar nicht so einfach antwortete er darauf. Manchmal fragt man sich wie man genau beten soll. Zum Glück, so sagte er, habe Jesus uns gesagt wie wir beten sollen. So können wir zum Beispiel im Stillen und allein beten und unser Gebet nicht hinausschreien, außerdem nicht plappern, denn Gott weiß schon vor dem Gebet, was wir ihm sagen wollen.

Morgens, mittags, abends – nachts? „Wann betet ihr?“

Die Kinder antworteten am häufigsten mit morgens, abends und mittags. Das sind so die normalen Gebetszeiten bestätigte Tobias. Aus Erfahrung meinte er: „Morgens ist es dann meistens stressig. Dann besteht das kürzeste Gebet vielleicht nur aus vier Worten: ‚Gott, hilf, danke, Amen.‘ Nachts, so sagte er, sind es dann andere, besondere Gebete. Bei diesen besonderen Gebeten würden wir niemals einschlafen. Jesus hat schwere Dinge, Wunder vollbracht und Menschen geholfen, was ihm viel Kraft abverlangt hat. Deswegen ging er, um Kraft zu tanken, oft beten. Dies tat er meistens alleine auf einem Berg.

Nicht einschlafen!

Das eine Mal hat er die Jünger gebeten, dass sie mitkommen. Er betete nur einen Steinwurf von ihnen entfernt und die Jünger konnten Jesus mit Gott sprechen hören, doch irgendwann sind die Jünger eingeschlafen. Jesus hat sie geweckt und gebeten, wach zu bleiben, doch sie schliefen nicht ein, weil sie Jesus im Stich lassen wollten, sondern aus Traurigkeit und Erschöpfung. Zum Schluss wies er uns darauf hin, keine traurigen Nachrichten vor dem Schlafengehen anzugucken oder nach einem Streit ins Bett zu gehen, da wir nicht traurig einschlafen sollen.

Unsere „Superpower“, das Gebet, auch für die Menschen in der Ukraine einsetzen

In Bezug auf die Superkräfte der Helden bezeichnete Stefan das Gebet als unsere „Superpower“, die wir immer einsetzen können, auch für die Menschen in der Ukraine können wir beten. Auch wenn wir Sorgen haben, können wir uns immer im Gebet an Gott wenden. Es reicht aber nicht, nur zu beten, sondern wir müssen auch selbst etwas tun, zum Beispiel für die Schule lernen oder uns für Frieden einsetzen. Wenn wir Gott erlebt haben, ist es wichtig, auch an das „Danke sagen“ zu denken.

Du darfst ehrlich beten!

Sind unsere Gebete wirklich so, dass wir mehr danken als beten? Tobias war erstaunt über die Ergebnisse der Umfrage zu den Bestandteilen eines Gebetes. Gott freut sich natürlich, wenn wir danken, aber wir sollen ehrlich beten und können ihm alles sagen, was wir denken. Im Anschluss erzählte er eine Geschichte aus seinem Alltag, in der es darum ging, dass wir uns selbst an die kleinsten aber unangenehmen Dinge immer wieder erinnern müssen. Außerdem erzählte er von einem Artikel in der Zeitung, dessen Überschrift war: Die ganze Welt ist verwundet und wir haben nicht genug Pflaster. Dazu zeigte er einen Stein auf dem stand: „Sei realistisch, glaub an Wunder.“ Dieser wurde während der Fürbitten, die einige Kinder (als Superhelden stellvertretend für die Gemeinde) vorlasen, von Kind zu Kind weitergereicht.

„Wir wollen Frieden für alle!“

Nach Sündenvergebung, Heiligem Abendmahl und Schlussgebet, wurde der Gottesdienst mit einem fröhlichen „Hevenu shalom alechem, wir wollen Frieden für die Welt“ abgeschlossen, bei dem alle Kinder mitsingen konnten. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch Beiträge von Kleinen und Großen aus Alstertal, Eppendorf, Langen, Norderstedt und Volksdorf gestaltet.

Der nächste Mitmachkindergottesdienst findet am 15. Mai statt. Seid herzlich dazu eingeladen!