Wo ist dein Herz?

Am 02. Februar  fand in der Gemeinde Alstertal ein Jugendgottesdienst, gehalten von Apostel Uli Falk, statt.
Es haben sich 1.000 Zuschauern online zugeschaltet.

Vorgelesen wurde ein Textwort aus Matthäus 6,21:
„Denn da wo dein Schatz ist, ist auch dein Herz“.

Der Gottesdienst wurde eingeleitet durch einen Einspieler von Björn und Daniel ("straight ahead" von Michael Schütz). Die beiden Musiker kommen aus Berlin - Brandenburg, das nun auch zur neuen Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland gehört. Ein herzliches, poppiges Willkommen mit Orgel und Schlagzeug. Für Uli Falk ein guter Versuch, ihn an die Orgelmusik zu gewöhnen. 

Zu Beginn forderte Apostel Falk dazu auf, ehrlich zu sein und zu sagen, wie es einem geht. Der Apostel riet dazu, das Herz auf laut zu machen, wozu auch schon der YouTube Kanal der Jugendbetreuer der neuapostolischen Kirche im Bereich Hamburg-Nord „Herz auf Laut“ aufgerufen hat.

Aus Erfahrung sprach er davon, dass, wenn man in gehobener Position ist, manchmal aufpassen muss, was man sagt und Herz auf laut gar nicht so einfach ist, wie man denkt. Als anschauliches Beispiel beschrieb er eine Situation, die wir wahrscheinlich alle kennen:
Wenn man sich als Kind zu Weihnachten etwas gewünscht hat und diese Sache auch bekommen hat, dann hat man sich sehr gefreut. Statt sich zuerst die beiliegende Karte anzugucken, hat man sich direkt auf die Geschenke gestürzt.

Als man dann etwas älter wurde, hat man sich vorher die Zeit genommen um die dazugehörige Karte durchzulesen. Doch irgendwann hat man sich dann mehr über die Karte gefreut als über das Geschenk, da man die netten Worte besser wertschätzen konnte.

Irgendwann werden einem andere Dinge wichtiger – wie z.B. die Gesundheit oder vielleicht die Ausbildung.
Apostel Falk berichtete, dass er sich noch gut an seine Schulzeit erinnern könnte und dass Dinge, die man gerne gemacht hat, einem viel leichter fielen als Dinge, die man nicht gerne gemacht hat (gib einem 5/6-jährigen Kind eine Spielkonsole und man sieht, wie es komplexeste Zusammenhänge erkennen kann).

„Irdisches ist vergänglich, Gott nicht“, legt Apostel Falk den Zuhörern nahe. Ein Schatz kann auch die erste große Liebe sein. Dabei stellt man sich vielleicht einen neuapostolischen Partner an seiner Seite vor. Die Beziehung kann einfacher sein – muss sie aber nicht.
Jesus sagte: Gehet hinaus in die Welt, suche neue Erfahrungen. Habe Mut in die Zukunft zu blicken und auf deinen Schwarm zuzugehen. Auch hier wird Jesus bei dir sein.

„Orientiere dich an Christus, sieh ihn als Vorbild und richte dein Herz nach ihm aus“.

Man soll nach ihm trachten und ihn an erste Stelle stellen, doch dadurch nicht versäumen, sein Leben zu leben.

Das Entscheidende ist, sich im Alltag von Jesus leiten zu lassen und ihn zur Priorität zu machen, die man immer dabeihat: Ihn unmittelbar im Herzen tragen.  Apostel Falk erklärt, dass der Glaube keine zusätzliche Last ist, sondern dass er uns ausmacht und wir Gott aus freiem Willen folgen dürfen und er uns zu nichts zwingt.
Er bietet sich uns an und es liegt an uns, dieses Angebot anzunehmen - oder auch nicht.

Er ist immer da, wenn man ihn sucht.
Christus wird nicht einfach in unser Leben eingreifen, doch er wird uns beraten. Dann liegt es an uns, den richtigen Weg zu nehmen. Man muss nur auf seine Stimme hören.

Wir müssen erst überlegen, um nicht blindlings durchs Leben zu laufen - doch wir sollen auch nicht ängstlich sein. Ist es gut was ich vorhabe, oder bringt es mich von Gott weg?

Die Co-Predigt von David Obernauer wurde eingeleitet in Form eines Einspielers von Marie Streblow :„Wozu lobpreise ich Gott“.

David bekannte, das sein Herz wie eine tobende See sei. Mit bewegenden Worten verabschiedete sich Priester Obernauer von den Jugendlichen aus seiner Funktion als Bezirks-Jugendbeauftragter.
Er erklärte, dass Gott immer da ist und man ihm nur sein Herz und Ohr geben müsse. Man könne auf die Liebe Gottes vertrauen.
Vertraulich sagte er, man müsste kein schlechtes Gefühl haben, wenn man sagt: Heute möchte ich keine Begleitung von Jesus haben.
Das ist nicht schlimm. Doch man sollte an Gott festhalten, denn er lässt uns nicht fallen.
Traurig sein, verzweifelt sein, allein sein und Gott nicht verstehen – alles gehört dazu.

Gott schenkt uns Trost.
Priester Obernauer erklärte, dass es schwer ist mit Menschen in Kontakt zu treten, wenn man innerlich nur traurig ist. Doch genau dann ist Gott ein wunderbarer Zuhörer.

Während des Gottesdienstes und gerade bei der Predigt von David haben viele liebe Geschwister im Chat mutmachende Bekundungen und stärkende Worte sowie Dank an David gerichtet.

Der Apostel betonte, wie wichtig es ist auch einmal „NEIN“ zu sagen. Dennoch dürfen wir seine Hand weiterhin halten und ihm ermöglichen, dass er uns von unseren Belastungen befreit. Gott glaubt an uns, auch wenn wir es manchmal nicht tun können.

Als Abschluss des Gottesdienstes entband Apostel Falk Priester David Obernauer von seinem Amt als Bezirks-Jugendbeauftragter und übergab es an Hannes Beatus. Er wird an der Seite von Benny Eisenblätter die Bezirks-Jugend Hamburg Nord gleichberechtigt weiter führen.

Zum Abendmahl wurde der Einspieler 10.000 Gründe gezeigt.

Zum Abschluss sangen wir ein Siegeslied als Lobpreis.