Gottesdienst mit Apostel
Uli Falk
in Hamburg-Alstertal

Aufsuchende Seelsorge als Grundlage christlicher Gemeinschaft 

Am Sonntag, den 16. Januar war es in Hamburg grau, trübe und nasskalt.
In der Gemeinde Hamburg-Alstertal war eine andere Atmosphäre zu erleben: Kinderlachen und freudige Begrüßungsworte erfüllten die Räume der Kirche.
Ebenso freudig wurde Apostel Uli Falk, der den Gottesdienst leitete, von den schon anwesenden Glaubensgeschwistern begrüßt.

Das Bibelwort für diesen Gottesdienst ist nachzulesen im 1. Johannes 1, Vers 3:
 „ … was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.“

Nach einem einfühlsamen musikalischen Vortrag des neu gebildeten Streichquartetts begrüßte Apostel Falk alle Glaubensgeschwister in der Gemeinde und besonders auch diejenigen, die sich über die Technik hinzugeschaltet hatten:
Ihr lieben Alle! Fühlt euch eingeschlossen, angesprochen, berührt und versorgt von unserem himmlischen Vater.“

Heute wie damals…
Mit den Worten „Begeisterung“ oder, wie man auch sagen könnte, „Identifikation“ brachte der Apostel weitere Aussagen aus dem Johannesevangelium in Verbindung:

„Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens – und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist. Und dies schreiben wir, auf dass unsere Freude vollkommen sei.“
1. Johannes 1; Verse 1-2;4

Der Wunsch des Apostels ist, dass eine glaubhafte Begeisterung und Identifizierung mit dem Evangelium Jesu Christi auch heute spürbar, und vor allen Dingen erlebbar sei.

Jesus Christus steht im Zentrum der heiligen Schrift
In seinem Dienen bezeichnet Apostel Falk Jesus Christus als die zentrale Figur im Leben eines gläubigen Menschen. Noch deutlicher wurde der Apostel mit folgender Aussage:
„All das, was sich nicht in einen direkten Bezug zum Evangelium und damit zu Jesus Christus stellen lässt, ist nicht heilsrelevant!“

Ein neuer Bund
Der Sohn Gottes schuf einen neuen Bund mit anderen Voraussetzungen als die, die im alten Testament beschrieben sind.

Apostel Falk beschrieb einige Eigenschaften Jesu:

  • Jesus straft nicht, sondern liebt alle Menschen
  • Jesus lebt Gnade, und gibt Gnade
  • Jesus ist Vergebung und Friede in Person
  • Jesus ist gekommen, um zu retten und zu erretten
  • Jesus ebnet uns den Weg zur ewigen Gemeinschaft mit ihm und seinem Vater
  • Jesus ist gekommen, um Gemeinschaft mit ALLEN Menschen zu haben


Gotterleben – nicht nur im Gottesdienst
Jesus hat die Menschen damals aktiv aufgesucht, und das ist etwas, was ihn besonders ausgezeichnet hat. Auch heute sucht ER noch unsere Nähe. Lassen wir es zu, dass er unser Herz berühren möchte, um mit uns Gemeinschaft zu haben.

Der Apostel machte sehr deutlich, dass auch wir, die Jesu Wesen in sich tragen, auf unseren Nächsten zugehen können. Auf diesem Wege wird eine „aufsuchende Seelsorge“ betrieben.
Schließen wir niemanden aus - denn Jesus tut es auch nicht.

Für Gott sind ALLE Menschen wertvoll
Die menschliche Gesellschaft ist bunt und vielfältig, und das spiegelt sich natürlich in einer Gemeinde wider. Du und ich, so der Apostel, sind dem himmlischen Vater wertvoll. Begehen wir nicht den Fehler und bewerten unser Gegenüber mit unseren Maßstäben. Unser Nächster ist wertvoll, weil Gott ihn als wertvoll betrachtet.

Was hast du mitgenommen?
In seinem Mitdienen stellte der Bezirksälteste Kai Reddig die Frage, wie ein Gottesdienst erlebt wird. Gott dient uns, indem er jeden Einzelnen auf die Art und Weise berührt, die zu ihm passt.
Natürlich verarbeiten wir das Wort Gottes mit dem Verstand, aber auch die Seele wird angesprochen. Wichtig sind das gemeinschaftliche Erleben und das ehrliche und aufrichtige Gefühl, willkommen zu sein – so wie wir sind. Toleranz, Wertschätzung und der Respekt unserem Nächsten gegenüber dürfen keine Worthülsen sein!

Die Sündenvergebung – ein ganz aktiver und gemeinschaftlicher Akt
Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl wurde vom Streichquartett das Lied „Darf ich wiederkommen?“ vorgetragen.
Der Apostel verwies darauf, dass die Sündenvergebung ein ganz aktiver Akt Jesu an unserer Seele darstellt. Hier wird eine besondere Gemeinschaft gebildet, denn gemeinsam sprechen wir das „Unser Vater“ und gemeinsam nehmen wir den „Leib und das Blut Christi“ zu uns.

Die Frage aus dem vorgetragenen Lied beantwortete der Apostel mit diesen Worten:

 „JA, du darfst wiederkommen, auch mit der gleichen Schuld. Mein Kind, du weißt doch, dass meine Liebe zu dir unendlich ist. Komm wie du bist. Ich will dich erquicken und ich möchte, dass deine Seele Frieden findet. All das möchte ich mit dir in der Gemeinschaft erleben.“