Gospelworkshop in Blankenese mit
Konzert in Borgfelde

„We have come to praise the Lord”

„Es ist übrigens ein sehr ereignis- und verkehrsreiches Wochenende in Hamburg: Sonnabend spielt der HSV in HH, Sonntag ist Marathon und am Wochenende ist die A7 südlich von HH in Richtug Norden auf eine Fahrspur eingeengt – und in Blankenese ist Gospel-Workshop!“
So war es in einer der vielen E-Mails zu lesen die vor diesem Wochenende hin- und her gingen.
Abschrecken ließ sich davon aber niemand, denn Gott zu loben und zu preisen funktioniert am besten, wenn man sich dafür Zeit nimmt.
Genau das haben ca. 50 Sängerinnen und Sänger mit dem Dirigenten Timo Schmidt und dem Pianisten Holger Handtke beim 2. Gospelwochenende (21.4.17 bis 23.4.17) in Blankenese getan.
Sie sind aus dem Alltag heraus getreten und haben sich die Zeit genommen, Gott die Ehre zu geben und das mit schwungvollen und auch mit ruhigen Melodien.

Lange haben sich die angemeldeten Teilnehmer auf das diesjährige Gospelwochenende gefreut, und dann war es endlich soweit: Die Sängerinnen und Sänger fanden sich am Freitag ab 18:00 Uhr in der Gemeinde Blankenese ein, die erneut für den Chor die Türen geöffnet hatte und damit wieder ihre so herzliche Gastfreundschaft unter Beweis stellte.

Ein Teil des Chores kannte sich schon vom letzten Jahr und die Wiedersehensfreude war groß.
Timo Schmidt wurde wieder von Holger Handtke am Klavier unterstützt. Es war eine Freude, diesen großartigen Pianisten in seinem Element zu erleben.

Im Vorwege hatte der Dirigent allen Teilnehmern die Liedauswahl und Texte geschickt.
Wer wollte, konnte sich die meisten Titel schon im Internet anhören und sich damit vertraut machen. Das war eine wirklich sehr gute Idee.

Diejenigen, die im vergangenen Jahr das 1. Gospelwochenende miterlebt hatten wussten, was auf sie zukommt: Gospelschritte, Klatschen, Schnipsen und gleichzeitiges Singen galt es unter einen Hut zu bekommen. Das war schon eine besondere Herausforderung, die gut bewältigt werden konnte.

Wieder ist es gelungen, in doch recht kurzer Zeit vollkommen neue Lieder zu erlernen - eigentlich ohne dass man es merkte.
Lieder vom Beginn an zu lernen war gestern.
„Wir starten mit Takt 27 auf Seite 3.“
So und ähnlich klangen unzählige Ansagen des Dirigenten Timo und auf diese Art wurde Stück für Stück ein neues Lied erlernt.

Hier waren wirklich Konzentration und Geduld erforderlich. Die Ergebnisse konnten sich auf jeden Fall hören lassen. Am Ende des ersten Probenteils Freitagabend waren bereits zwei neue Gospellieder eingeübt.

Am darauf folgenden Samstag lief es genauso. Ab 9:00 Uhr morgens bis abends ca. 19:00 Uhr wurde intensiv jedes Lied erarbeitet und eingeübt. Ehrlich gesagt wusste man abends sehr genau, was am Tage geleistet worden war.
Am Sonntagmorgen hat dann der Gospelchor den Gottesdienst in der Gemeinde Blankenese mitgestaltet, was auch als Vorbereitung für das Werkstattkonzert am Sonntagnachmittag in Borgfelde galt.
Um 17:00 Uhr begann dort das Konzert und es waren sehr viele Zuhörer gekommen. Der beeindruckend große Chor stellte sich vor dem Altar auf.

Als zusätzliches Highlight wurden die Gospellieder nicht nur mit dem Klavier, sondern auch mit dem Schlagzeug begleitet. Der Schlagzeuger Christoph Biehl aus Lübeck hat mit seiner „Zauberbude“, wie Timo es nannte, diese Veranstaltung bereichert.

Spannend wurde es, als Holger Handtke an der Orgel und Christoph Biehl am Schlagzeug zusammen ihr Können zeigten. Es wurde richtig gut laut in der Kirche und hörte sich großartig an.

Mit „10.000 Reasons“, „Down to the River to Pray“ und dem wunderschönen Lied „All we ask” sind nur drei Lieder genannt, die in diesem kleinen Konzert vorgetragen wurden.

Wer Zeit hatte die Zuhörer ein bisschen zu beobachten, konnte so manch innere Bewegung oder ein strahlendes Lächeln erkennen. Am Ende des Konzertes erschien auch auf den Gesichtern der Sängerinnen und Sänger ein sehr zufriedenes Lächeln. Die Freude über das, was alle Akteure an diesem Wochenende geschafft haben, verschaffte sich mit lang anhaltendem Applaus für Holger und Timo, den Chor und die Solisten freie Bahn.

Fazit: Es war ein großartiges Wochenende - und der erste Arbeitstag danach fiel bestimmt nicht jedem leicht. Der Alltag hat einen zwar bald wieder, aber was bleibt sind die Emotionen und Lieder, die diese besonderen Tage bestimmt haben.