Der barmherzige Samariter - als Puppentheater

Wie kann man den Begriff „Barmherzigkeit“ kindgerecht erklären?

Die Lösung ist eigentlich ganz einfach – mit einem Puppentheater!

Am 22. April fand in der Gemeinde Norderstedt ein Bezirkskindergottesdienst statt.
Viele Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern fanden an diesem sonnigen Sonntag den Weg in die Gemeinde, um gemeinsam mit den Norderstedter Geschwistern etwas ganz Besonderes zu erleben.
Das Thema für diesen Kindergottesdienst ist im Kapitel 10 des Lukas Evangeliums zu finden, und handelt von der Geschichte des „Barmherzigen Samariters“.

Nachdem der Kinderchor gesungen hatte stellte Bezirksevangelist Schlomsky, der diesen Gottesdienst hielt, den Kindern folgende Frage:

„Warum hat Jesus eigentlich so viele Geschichten und Gleichnisse erzählt?“

Unterschiedlichste Antworten waren zu hören:

  • Damit wir an Gott glauben.
  • Geschichten können einem beim Einschlafen helfen.
  • Geschichten regen zum Überlegen und Nachdenken an.

Nach diesen teilweise zum Schmunzeln anregenden Antworten kündigte der Bezirksevangelist eine kleine „Premiere“ an. Erstmalig wurde eine biblische Geschichte mit Hilfe eines eigens dafür geschriebenen Textes als Puppentheater aufgeführt.
Die wirklich sehr positive Reaktion der Kinder konnte erlebt werden.
Sie setzten sich vor der Puppenbühne auf den Boden oder auf die Bänke, und folgten sehr aufmerksam dem kleinen Theaterstück, welches mit Handpuppen aufgeführt wurde.
Auch auf den Gesichtern der anwesenden Erwachsenen war ein freudiges Lächeln zu entdecken.

Nach der Aufführung, wurden die Kinder gefragt, was ihnen bei der Geschichte vom barmherzigen Samariter aufgefallen ist. An den vielen Antworten konnte man feststellen, dass die Kinder dieser Art der Vermittlung von Glaubensinhalten sehr aufmerksam gefolgt sind.
Hier sei nur eine kleine Auswahl der Antworten aufgeführt:

  • … Da ist jemand ausgeraubt und verletzt worden.
  • … Zwei Leute haben ihm nicht geholfen.
  • … Ein mutiger Mann hat geholfen, und hat sogar dafür sein Geld ausgegeben.

Mit Hilfe von vier vergrößerten Fotos versuchte der Bezirksevangelist den Kindern den Begriff „Barmherzigkeit“ noch mehr zu verdeutlichen.
Unter anderem sagte er, dass Barmherzigkeit eine Umarmung oder ein Trost sein kann.
Wenn ihr aus der Schulklasse euren Freund mutig gegen vier andere Kinder verteidigt, so der Bezirksevangelist, ist das auch eine ganz wunderbare Art, barmherzig zu sein. Man ist also für jemanden anderes da – so wie Jesus für dich und mich da ist.

Allen Zuhörern dieses Gottesdienstes gab der Bezirksevangelist einen schönen Hinweis mit auf den Nachhauseweg:
„Wir können nicht alles Leid in dieser Welt lindern. Aber wenn du irgendwo trösten, beschützen, umarmen und helfen kannst, dann mache es genauso wie der Samariter im Puppenspiel.“